Reformation mit Rock und Gespräch gefeiert

Maulbronn | Mehr als 150 Jugendliche nahmen an der ChurchNight des Evangelischen Jugendwerks Bezirk Mühlacker im Evangelischen Gemeindezentrum Maulbronn teil. „Das Konzept zweier stilistisch unterschiedlicher Bands in Verbindung mit informativen Gesprächsrunden kam sehr gut beim Publikum an“ zieht Jugendreferent Michael Gutekunst Bilanz. Begrüßt wurde jeder Besucher mit einem Luther-Bonbon.

Musikalisch hatte der Lokalmatador „Lebenszeichen“ mit christlich-rockigen Liedern die ChurchNight eröffnet. Mehr als ein Lebenszeichen gaben die Pforzheimer Band an diesem Abend mit handgemachtem Rock und Pop erzählten von dem, was ihr Leben prägt und bestimmt.

Als zweite Band ging Sacrety auf die Bühne. Am Abend zuvor trat die Formation bei Rock without limits in Gomaringen vor 3000 Besuchern auf - was für die sechs von Sacrety bei der ChurchNight nicht hinderte, begeistert dabei zu sein.
„Im ersten Block rockten die Jungs aus der Region Stuttgart richtig die Bude“ meinte ein ChurchNight-Besucher. „Setzt euch, jetzt wird es chillig – wir haben unsere Gitarren dabei“ – mit diesen Worten leitete Sänger Fabi den zweiten Teil des Auftritts von Sacrety ein, der unpluged bestritten wurde.

In den Abend eingebunden waren drei Gesprächsrunden, zu denen Hansjörg Hemminger, Beauftrater für Weltanschauungsfragen eingeladen war.

(Bild li > re: Fabian Häckel, Alissa Runchina, Hansjörg Hemminger, Alexander Jeck, Thorsten Fix) Hemminger kam ehrlich-informativ mit den Moderatoren, Thorsten Fix von Lebenszeichen und Fabian Häckel von Sacrety ins Gespräch. Beim ersten der drei Talks ging es um Fantasy-Literatur im Stil von Harry Potter oder Twilight. Hemminger: „Fantasy-Bücher haben keine Etiketten. Die Frage ist immer: was willst du damit? Es wäre wünschenswert, dass sich Menschen ebenso sehr mit ihrer Seele beschäftigen wie Edward in Twilight!“ Im zweiten Talk kam das Phänomen Halloween zur Sprache. Stefan Langer, Mitarbeiter im Bezirksjugendwerk, brachte sein Halloween-Kostum mit, das er bei seinem USA-Aufenthalt vor zwei Jahren an Helloween trug. Hemminger führte aus, dass dieses Fest ursprünglich keltisch-irische Wurzeln hat und in der Frühzeit zur Abwehr dunkler Mächte und Geister diente. Durch Auswanderer kam dieses Fest in die USA wo es heute als Volksbelustigung ohne spirituellen Inhalt begangen wird. Keiner der Gesprächspartner hatte auf Nachfrage mit Helloween etwas zu tun. Hemminger merkte an: “Es geht aber nicht darum, hier etwas mies zu machen – lieber eine gute, bessere Alternative anbieten wie diese ChurchNight, bei der wir die Reformation feiern.“
In der letzten Talkrunde kamen Fragen aus dem Publikum, unter anderem zum Umgang mit Gothics oder was denn mit der Reformation heute sei. Schmunzelnd meinte Hemminger hierzu: „Dieser Abend mit diesen Bands – auch das ist Reformation!“

Neben Musik und Talk kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: ob selbstgekochte Suppe und Hackfleischtopf, Softdrinks, alkoholfreie Cocktails oder Süssigkeiten – für jeden war etwas geboten an dieser ChurchNight. Am Ende fragte so mancher am Ausgang: Gibt es auch 2010 eine ChurchNight?

Hinweis:

Wenn ein bestimmtes Bild aus verschiedenen Gründen nicht hier dargestellt werden soll, wenden Sie sich bitte an das Pfarramt. Das Bild wird dann selbstverständlich von uns entfernt.