Bericht aus der Sitzung des Kirchengemeinderats (KGR) am 22.01.2009

Bericht aus der Sitzung des Kirchengemeinderats (KGR) am 22.01.2009

  • Missionsprojekte 2009
    Folgende Missionsprojekte wurden für das Jahr 2009 vom KGR beschlossen: Kinderspeisungsprogramm in Comas / Lima (Peru) Die Elendsgebiete am Stadtrand von Lima wachsen ständig. Sechs und mehr Personen leben in einer kleinen Hütte. Mehr als zwei Betten, eine Kochstelle, eine Handvoll Kleider besitzt eine Familie nicht. Mitten in diesen Hüttensiedlungen leben zirka zwei Millionen Kinder. Sie wachsen auf ohne elterliche Fürsorge, ohne gesunde Ernährung, ohne Hoffnung auf ein besseres Leben.  Die Kinderspeisung des Kinderwerkes Lima lindert diese Not. An jedem Werktag erhalten 11.500 Kinder im Alter von 2 – 10 Jahren ein einfaches Frühstück. 630 ehrenamtliche Helfer verteilen das Frühstück an 136 Ausgabestellen. Die Not ist nicht nur materiell; die Kinder leiden auch seelisch. In der Gesellschaft werden sie als wertlose Geschöpfe angesehen und menschenverachtend behandelt. Durch die Programme der „Akademie für biblische Werte“ hören mehr als 4.000 Kinder von 5 – 10 Jahren und fast 1.000 Eltern die Botschaft von Jesus Christus. Er kann ihrem Leben Halt, Wert und Ziel geben.  Ein Höhepunkt ist für 750 dieser Kinder aus den Elendsgebieten eine jährlich stattfindende viertägige Freizeit am Meer. Ein Kind erhält für nur 14 Cent ein Frühstück; für alle Kinder bei der Kinderspeisung entstehen jedoch tägliche Kosten in Höhe von 1.600,- Euro.  Das Projekt wird vom Kinderwerk Lima unterstützt. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 415.000,- Euro. Arbeit mit behinderten Kindern in Elim und Mvenyane (Südafrika) Die Betreuung und besondere Förderung der 50 mehrfach und schwer behinderten Kinder und Jugendlichen steht für die Direktorin von Elim Home, Sr. Cecilia, nach wie vor an erster Stelle. Eine zweite wichtige Aufgabe ist die weitere Fortbildung der Mitarbeiterinnen des Elim Home. Sie sind alle keine Fachkräfte, sondern einfache Frauen aus dem Dorf Elim. Die dritte Aufgabe ist die Ausweitung des Mutter-Kind-Trainingsprogramms in Elim. Hier lernen die Mütter, ihre Kinder selbst zu fördern, da längst nicht alle Kinder, die es bräuchten, ins Elim Home aufgenommen werden können. Da manche von ihnen aus einem Umkreis von bis zu 700 Kilometer kommen, ist es geplant, Außenstationen zu gründen. Projekte wie der Gemüseanbau, die dem Heim eigene Einnahmen bringen, reichen bei weitem nicht hin, um all diese Aufgaben auch in die Tat umsetzen zu können.  In der Gehörlosen-Schule „Sive“ in Mvenyane leben mehr als 100 Kinder, die die Chane einer Schulbildung bekommen. Eine große Herausforderung bleibt das Angebot einer beruflichen Ausbildung. Die Einkommen schaffenden Projekte wie Hühnerzucht und die für 2009 geplante Ziegelei sollen auch dazu dienen, den Jugendlichen berufliche Grundfertigkeiten zu vermitteln.  Das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS) unterstützt diese Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen mit 14.000,- Euro.